Nichts ist so abwechslungsreich wie ein Kykladen-Hopping. Unterschiedlicher können Inseln nicht sein. 

Mykonos – ein wunderbarer Platz, um auf den Kykladen anzukommen

Unsere Reise beginnt auf Mykonos und hier sitzt man kurz nach der Landung schon im Little Venice und schaut bei einem völlig „überteuerten Drink“ auf die Windmühlen. Herrlich kitschig, very touristy, aber ein Muss!

Das Schöne an Mykonos Stadt ist, man wohnt gemütlich und ruhig oder wahlweise auch sehr edel und nie ist es weit von der Stadt. Ein wunderbarer Platz, um auf den Kykladen an zu kommen. Die Flugverbindungen nach Mykonos sind gut, ein Taxi vom Flughafen kostet ca. 20€ für die kurze Fahrt und wir empfehlen höchsten 2-3 Nächte und dann heißt es weiter ziehen. Die Highlights der Stadt und die vielen Gassen lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden, wir sind besonders gerne am frühen Morgen vor dem ganzen Trubel spazieren gegangen und haben die zahlreichen Geschäfte und Cafes besucht.    

Per Fähre erreicht man sehr einfach die unterschiedlichen Nachbarinseln. Wir nehmen bevorzugt die großen Autofähren und fahren gemütlich auf dem aus Oberdeck mit Wind im Haar und einem Frappé in der Hand zu unserem nächsten Ziel. In unserem Fall ist das die deutlich unbekanntere Insel Syros.

Syros – unter Griechen

Auf der Insel Syros mit der Hauptstadt Hernopolis, die gleichzeitig auch die Hauptstadt der Kykladen ist, gibt es erstaunlich wenig Tourismus und absolut geschäftiges griechisches Kleinstadtleben erwartet uns. Hunderte von Treppenstufen führen quer durch die wundervolle Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen. Gewohnt haben wir in einem wundervollen alten Haus, der ehemaligen belgischen Botschaft der Kykladen, die liebevoll in ein ungewöhnliches Hotel mit 3 Suiten umgebaut wurde. Super Lage, komfortabel eingerichtete Zimmer, persönlich geführt: Das nach der Besitzerin benannte Hotel Lila.

Tagsüber sitzt man am bestem im Café unten am Hafen und schaut gemeinsam mit den Einheimischen den zahlreichen, schaukelnden Booten und Jachten zu. Am Abend laden gemütliche Tavernen in kleinen Gässchen zum Speisen ein. Wundervoll und man isst unter Griechen!

Für Ausflüge gibt es eine Buslinie, die quer über die Insel fährt und je nach Tageszeit auch die Schulkinder befördert, die dann an jeder Gabelung Aussteigen unabhängig von tatsächlichen Haltestellen. Unser Ziel war die andere Insel Seite und die dortigen Strände, die aber vergleichbar mit den Nachbarinseln nicht wirklich attraktiv sind.

Syros lohnt mind. 2-3 Nächte und wir wissen genau, dass wir nochmal wieder kommen um diese authentische Insel zu genießen.

Naxos – spektakuläre lange Sandstrände

Nach 2 Nächten geht unsere Reise zurück nach Mykonos und von dort weiter nach Naxos. Endlich lange Sandstrände, ich habe mich schon so auf Naxos gefreut! Für Griechenland völlig spektakuläre, kilometerlange Sandstrände, über 1000 Meter hohe Berge und eine sehr gemütlich Altstadt erwarten uns auf dieser recht großen Kykladeninsel. Bewusst haben wir ein Hotel in absoluter Ruhiglage ganz am Ende von Plaka gewählt. Wir wollen dieses Strandfeeling unmittelbar genießen. Dort wo die Asphalt-und später auch noch die Schotterstraße aufhören, liegt das Medusa. Die Zimmer sind einfach und sauber und es wird ein super a la Card Frühstück an freistehenden Tischen im Garten serviert. Herrlich relaxte Atmosphäre und ein nie überfüllter Feinsandstrand, wunderbar türkises Meer und am Abend muss man mit der Taschenlampe am Strand entlang zur nächsten typischen Taverne. Perfekt! Hier dürfen wir 4 Tage bleiben und wenn wir Sehnsucht nach bummeln und gemütlicher Kleinstadt haben, dann fahren wir nach Naxos Stadt. 

Santorin – atemberaubende Aussichten und Sonnenuntergänge erleben

Zum Abschluss unseres Insel-Hopping nehmen wir sonnengebräunt und tiefenentspannt die riesige neue Fähre nach Santorin. Dieser Insel muss man sich per Schiff nähern. Der langsam am Horizont auftauchende Kraterrand ist für mich auch beim zweiten Besuch wieder unfassbar. Alles wird ruhig, die Menschen drängen an Deck, zücken die Kameras und wollen diese einzigartige Landschaft festhalten. Es gelingt nicht, man muss die Eindrücke einfach für sich im Kopf speichern. Fast eine halbe Stunde fährt unsere Fähre an der Caldera entlang bis zum Hafen und hier geht der Trubel erst richtig los. Ein unglaubliches Gewusel aus viel zu wenigen Taxis, Unmengen an Menschen, Busse und Privattransfers der vielen gehobenen Hotels. Santorin hat eine unglaubliche Dichte an Luxus Boutique Hotels aller namhaften Gruppen, wie beispielweise Small Leading Hotels of the Word. Wir haben uns für den immer noch recht ruhigen Ort  Imerovigli entschieden. Nachdem wir beim letzten Mal am Strand von Kamari gewohnt haben, muss es diesmal die Caldera sein. 

An sich ist Anfang Juni für die Kykladen die perfekte Reisezeit, aber auf Santorin und vor den schwarzen Steinwäldern wird es schon recht heiß!  Wir beziehen unser wunderschönes typisches Höhlenzimmer mit traumhafter Terrasse zum Meer hinaus. Am morgen serviert man uns ein Champagner Frühstück auf unserer eigenen Terrasse und wir schauen über die Caldera. Wundervolle drei Tage lang dürfen wir das jetzt genießen.  Es fällt schwer, sich auf das lesen meines Buches zu konzentrieren, immer wieder schauen wir einfach auf diesen fantastischen Ausblick.

Frühmorgens oder am Abend wandert es sich bei angenehmen Temperaturen über die vielen Wege entlang am Kraterrand und bis nach Oia, dem Bilderbuch Örtchen zu dem seit Jahren alle zum berühmtestes Sonnenuntergang der Kykladen pilgern. Hier muss ich am letzten Abend zum Abschiedsdinner hin. 

Und schneller als erhofft vergehen auch diese letzten Tage und es war wieder eine wundervolle Reise auf diesen tollen und so unterschiedlichen Inseln der Kykladen.

Mykonos Stadt
Mykonos Stadt
Syros
Syros
Naxos Stadt